Im Jahr 1935 wurde in der Stadt Pego José Sastre Bernabeu geboren. Er wuchs umgeben von Büchern und geprägt von einer strengen Erziehung auf. Schon sehr früh verstand er, dass Würde die erste Verteidigung eines Menschen ist. Vielleicht sprach er deshalb Jahre später über Gerechtigkeit mit der ernsten Ruhe eines Menschen, der das Gewicht der Anstrengung und die Notwendigkeit der Wahrheit kannte.
"Das Recht ist nicht nur ein Regelwerk, sondern ein Zufluchtsort für jene, die in Zeiten des Wandels Gerechtigkeit suchen."
In einem Spanien, das sich langsam von den Nachkriegswirren erholte, beschloss ein junger Mann namens José Sastre Bernabeu, Jura zu studieren. Zwischen Valencia und Granada lernte er das Recht kennen. Und 1960, mit nur 26 Jahren, eröffnete er seine Kanzlei in Dénia, als es in der gesamten Region nur sieben Anwälte gab. Es war eine andere Zeit, als Jura nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung war; es bedeutete, zuzuhören, zu unterstützen und zu verteidigen, wenn es sonst niemand tat.
"Anwalt zu sein bedeutet nicht, das Recht zu beherrschen, sondern den Menschen zu verstehen."
Sein Name erlangte weit über den Gerichtssaal hinaus Bekanntheit. Er war Professor für Geographie und Geschichte und von 1969 bis 1979 Bürgermeister von Denia, was sein tiefes Engagement für die Stadt und den öffentlichen Dienst unterstreicht. Überzeugt davon, dass diejenigen, die die Vergangenheit lehren, die Gegenwart besser verstehen, und mit derselben Leidenschaft, mit der er über Imperien und Zivilisationen sprach, sprach er auch über den Wert der Gerechtigkeit als treibende Kraft jeder zivilisierten Gesellschaft.
"Denn die Geschichte zu verstehen ist eine weitere Form, Gerechtigkeit zu schaffen."
José Sastre Bernabeu, 1962
Tausende Fälle, tausende Geschichten und tausende Menschen. Schlaflose Nächte, stressige Tage, endlose Stunden des Studiums, noch mehr Studium, Einsatz, Hingabe, Leidenschaft, Disziplin und Verpflichtung. All das formte eine Laufbahn, die vom Justizministerium mit dem Kreuz des heiligen Raimund von Peñafort geehrt wurde. Selbst mit über 80 Jahren kam er jeden Morgen in die Kanzlei. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus innerer Verbundenheit. Er setzte sich ans Fenster, schlug die Zeitung auf und betrachtete die Nachrichten mit derselben Ruhe, mit der er gelernt hatte, seinen Mandanten zuzuhören. In dieser täglichen Geste lag die Essenz eines ganzen Lebens, das einem Beruf gewidmet war, der Noblesse und Eleganz verlangt. Denn für manche Menschen endet die Arbeit nie wirklich; sie wird einfach zum Vermächtnis.
Mehr als sechzig Jahre sind vergangen, seit ein junger Anwalt mit Überzeugung und seinem Wort eine Kanzlei und einen Traum errichtete. Die Zeit änderte sich, die Gesetze änderten sich, die Welt änderte sich. Doch die Werte blieben. Die zweite Generation unter der Leitung von Felipe Sastre Botella festigte dieses Vermächtnis. Sie modernisierte die Kanzlei, erweiterte sie und ließ sie wachsen, ohne jemals die Essenz zu verlieren, aus der sie entstanden ist.
Und heute tritt die dritte Generation zu uns. Eine Generation, die in die Zukunft blickt, ohne die Vergangenheit zu vergessen, die versteht, dass Jura nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung ist. Denn das Recht mag sich verändert haben, aber wir vergessen nicht, was wesentlich ist: die Macht der Worte und die Menschlichkeit als Leitprinzip.
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Menschen, die mit Unsicherheit kamen und friedlich gingen.
Andere kamen einfach wieder, weil sie wussten, dass sie hier immer eine Antwort finden würden.
Verlorene Kämpfe wurden gewonnen. Versprechen wurden gehalten. Und Blicke der Dankbarkeit sind mehr wert als jeder Satz.
Namen ändern sich. Generationen vergehen.